, Streun Samuel

«Stulpengate» und gerechte Punkteteilung auf dem Kleinfeld in Reiden

In einem turbulenten Innerschweizer Duell trennen sich der SC Reiden und der FC Grosswangen-Ettiswil nach wechselhaften 90 Minuten mit einem gerechten 3:3 Unentschieden. Ein Spiel mit viel Einsatz, Emotionen und Wendungen.

Beinahe wäre das Spiel schon vor dem Anpfiff beendet gewesen. Und zwar wegen der Stulpen... Beide Teams liefen in Schwarz auf, was der Schiedsrichter zurecht beanstandete. In sportlicher Fairness zeigte sich der SC Reiden flexibel, wechselte kurzfristig auf grüne Stulpen und sorgte so dafür, dass die Partie überhaupt stattfinden konnte.

Nach dem etwas chaotischen Start entwickelte sich ein offener Beginn mit Chancen auf beiden Seiten. In der 5. Minute traf Grosswangen nur den Pfosten. Kurz darauf setzte Captain Linus Glanzmann ein erstes Ausrufezeichen: Nach einem präzisen Pass von Christian Binde in die Tiefe blieb Glanzmann eiskalt und erzielte das 1:0 für die Reidner (11.). Grosswangen reagierte entschlossen und kam nach 36 Minuten durch Anel Jukic zum Ausgleich. Dies völlig verdient, denn die Gäste hatten nun mehr vom Spiel.

Die zweite Halbzeit startete verhalten. Das Spiel hatte schon fast Testspiel-Charakter. Erst ab der 60. Minute nahm die Partie wieder Fahrt auf. Reiden übernahm zunehmend die Kontrolle, spielte mutiger nach vorne und wurde belohnt: Binde wurde im Strafraum gefoult und Granit Kryeziu verwandelte den fälligen Penalty souverän zum 2:1 (73.). Doch die Freude währte kurz. Nur vier Minuten später glich Noel Luca Luternauer zum 2:2 aus (77.), ehe Elias Wälti im Anschluss an einen Eckball das Spiel drehte (80.) und zum 2:3 einschob.

Doch der SC Reiden gab nicht auf. In der 87. Minute war Joker Pascal Strahm zur Stelle und erzielte mit einem satten Abschluss den verdienten 3:3-Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Grosswangen nochmals Pech, als ein Schuss an die Latte klatschte. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis. Ein Spiel, das von Fairness, Leidenschaft und viel Kampfgeist geprägt war.